Editorial 2022



Liebe Freunde,

2021 haben wir mit vielen Wehen hinter uns gebracht. Nur kurz, im Sommer, konnten wir etwas freier leben, um im Umkehrschluss zu erfahren, dass das Leben vergänglich, zerbrechlich, nur endlich ist. Hier unsere Nachrufe zu von uns sehr geschätzten Verstorbenen.

Und die jetzt anmutende Ruhe des noch jungen neuen Jahres 2022 könnte sich als „Ruhe vor dem Sturm“ entpuppen. Was wir brauchen, ist Kraft zum Durchhalten und Mut, die Dinge anzugehen, die erforderlich sind: Impfen und Abstände einhalten und anberaumen, wenn nötig. Aber gleichzeitig gilt es, Kontakte zu halten und die Kräfte des Lebens pflegen. Nicht umsonst ist einer der alten Namen für die uns heute unter dem Namen „Qigong“ (aufklärerisch beleuchten wir in unseren Seminaren auch die Hintergründe) bekannt gewordene Übungspraxis „Yangsheng“ – das Leben pflegen.

So hoffen wir auf das „Jahr des Tigers“ (Katze), das in wenigen Tagen beginnt. Der alten (!) Philosophie der alten (!) Weisen des alten (!) Chinas zufolge steht der Tiger für die Lunge, für Kraft und Mut. Damit einhergehend wechseln wir von der Wandlungsphase Metall (Trennschärfe und Klarheit) in die Wandlungsphase Wasser*, auf dass die Kräfte des Lebens ins Fließen kommen mögen.

Darauf hoffend, grüßen Euch vom fließenden Wasser her, von der Jadeküste und vom Main,

herzlichst

Euer Andrew & Euer Ingo

*) „Nichts auf der Welt ist so weich und nachgiebig wie das Wasser. Und
doch bezwingt es das Harte und Starke.“ (Laotse, Tao Te King)